Heiligabend ist jedes Jahr wieder schön. Nicht nur versammelt man seine Lieben um sich und verbringt Zeit miteinander. Man besinnt sich auch und denkt vielleicht über das (fast) vergangene Jahr nach. Das diesjährige Weihnachts-Doodle, leitet euch passend dazu zur Weihnachtsbotschaft des deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck weiter. Die gibt auch noch einmal Gedankenfutter.
Das gesamte deutsche Google-Team wünscht euch allen fröhliche Weihnachten und erholsame Feiertage!
Post von Meike Schmidt, Google-Team
Welche Suchbegriffe waren in Deutschland in 2012 am populärsten? Welche Personen, Bilder, Lieder und Technikprodukte haben die Deutschen am häufigsten gesucht?
Die EM gefolgt von Dirk Bach, Olympia und Felix Baumgartner zählen zu den Top-Suchbegriffen der Deutschen auf google.de. Das ergibt der heute veröffentlichte Google Zeitgeist 2012. Neben den meist gesuchten Themen, Bildern und Personen umfasst das Such-Ranking auch in diesem Jahr ausgewählte Themenkategorien. Darunter die meist gesuchten Automarken, Athleten, Bundesliga-Clubs, Orte, Politiker, Reiseziele, Songs, Städte, Technikgeräte und TV-Shows. Die Auswertung des Google Zeitgeist eröffnet jedes Jahr einen einzigartigen Blick durch die kollektive Brille von Euch, den Internetnutzern in Deutschland auf die Ereignisse des Jahres. Wir wünschen Euch viel Spaß beim stöbern im Google Zeitgeist 2012
Suchanfragen mit dem größten Wachstum:
Personensuchen mit dem größten Wachstum:
Meist gesuchte Songs:
Meist gesuchte TV Shows:
Meist gesuchte Reiseziele:
Bildersuchen mit dem größten Wachstum:
Technikgeräte mit dem stärksten Wachstum:
Meist gesuchte Bundesliga Clubs:
Meist gesuchte Automarken:
Meist gesuchte deutsche Politiker:
Meist gesuchte Städte in Google Maps:
Meist gesuchte Athleten:
Meist gesuchte Orte in Google Maps:
Suchen hat viel mit Entdecken zu tun, mit dem menschlichen Grundbedürfnis zu lernen und seinen Horizont zu erweitern. Doch noch ist die Internetsuche für euch Nutzer ganz schön aufwändig. Deshalb freue ich mich heute ganz besonders, den Knowledge Graph vorzustellen, mit dem ihr schnell und einfach neue Informationen findet.
Nehmen wir eine Suchanfrage wie Dschingis Khan. Seit über vier Jahrzehnten geht es bei der Internetsuche im Prinzip um die zur Anfrage passenden Schlüsselwörter. Für eine Suchmaschine war Dschingis Khan bislang schlicht das: zwei Wörter.
Doch wir alle wissen, dass Dschingis Khan eine vieldeutige Bedeutung hat. Vielleicht denkt ihr an den Herrscher der Mongolen im 12. Jahrhundert oder an die Band, die mit dem gleichnamigen Hit den 1. Platz der Charts 1979 erklommen hat. Deshalb haben wir an einem intelligenten Modell gearbeitet – um es in Computer-Chinesisch auszudrücken, an einem „Graph“, der Objekte aus der Realität und ihre Beziehungen untereinander versteht. Eben echte Suchgegenstände, keine Zeichenfolgen.
Mit dem Knowledge Graph könnt ihr nach Dingen, Menschen oder Orten suchen, die Google kennt – Wahrzeichen, berühmte Personen, Städte, Fußballmannschaften, Gebäude, geographische Gegebenheiten, Filme, Himmelskörper, Kunstwerke und vieles mehr – und erhaltet sofort Informationen, die zu eurer Suchanfrage passen. Dies ist ein erster wichtiger Schritt auf dem Weg zur nächsten Generation der Internetsuche, bei der die kollektive Intelligenz des Netzes genutzt wird. Sie kommt dem menschlichen Verständnis der Welt schon etwas näher.
Der Google Knowledge Graph greift nicht nur auf öffentliche Quellen wie Freebase und Wikipedia zurück. Das Graph-Projekt ist viel größer angelegt – denn wir möchten intensiv in die Breite und in die Tiefe gehen. Derzeit umfasst der Graph mehr als 570 Millionen Objekte und mehr als 18 Milliarden Fakten über verschiedene Objekte und deren Beziehungen untereinander. Und er stellt die Einstellungen auf das Gesuchte und die Materialien ein, die wir draußen im Netz finden.
Der Knowledge Graph verbessert die Google-Suche zunächst auf dreierlei Art:
1. Das Richtige finden
Sprache kann vieldeutig sein – meint ihr die historische Figur Dschingis Khan oder die Band Dschingis Khan? Jetzt versteht Google den Unterschied und kann eure Suchergebnisse auf das eingrenzen, was ihr meint – klickt einfach auf einen der Links, um euch diesen konkreten Teil der Ergebnisse anzusehen.
Dies ist das eine, womit der Knowledge Graph die Google-Suche intelligenter macht – eure Ergebnisse werden relevanter, weil wir diese Suchgegenstände und die feinen Unterschiede in ihren Bedeutungen so verstehen wie ihr sie versteht.
2. Die beste Zusammenfassung erhalten
Dank des Knowledge Graph kann Google eure Suchanfrage besser verstehen, und dadurch können wir wichtige Inhalte rund um dieses Thema zusammenfassen – einschließlich wichtiger Fakten, die ihr möglicherweise zu diesem Suchgegenstand benötigt. Wenn ihr zum Beispiel nach Marie Curie sucht, wird deren Geburts- und Sterbedatum angezeigt, aber auch Details über ihre Ausbildung und wissenschaftlichen Entdeckungen:
Woher wissen wir, welches die wahrscheinlichsten Fakten sind, die zu einem Suchgegenstand benötigt werden? Dazu greifen wir auf unsere Nutzer zurück und untersuchen, was sie insgesamt von Google zu dem einzelnen Suchgegenstand wissen wollten. Beispielsweise besteht generell Interesse daran zu erfahren, welche Bücher Charles Dickens geschrieben hat, während man weniger wissen möchte, welche Bücher Frank Lloyd Wright geschrieben, sondern welche Gebäude er entworfen hat.
Ebenso hilft uns der Knowledge Graph, die Beziehungen zwischen den Suchgegenständen zu verstehen. Er kennt die Person Marie Curie, die zwei Kinder hatte, von denen eines einen Nobelpreis verliehen bekam, und deren Gatte Pierre Curie einen dritten Nobelpreis für die Familie gewann. In unserem Graph sind sie alle miteinander verknüpft. Wir haben es hier nicht mit einer bloßen Liste zu tun, sondern es werden auch wechselseitige Beziehungen dargestellt. Ausschlaggebend ist hier, was zwischen diesen verschiedenen Einheiten ist.
3. Weiter in die Tiefe und Breite gehen
Eines macht letztendlich am meisten Spaß: Der Knowledge Graph kann euch zu unerwarteten Entdeckungen verhelfen. Ihr lernt möglicherweise neue Dinge oder Querverbindungen kennen, die euch anregen, in eine ganz neue Richtung zu suchen. Wisst ihr, woher Matt Groening, der Schöpfer der Simpsons (eine meiner ganz besonderen Lieblingssendungen), die Idee für die Namen Homer, Marge und Lisa hatte? Ziemlich überraschend:
Wir fanden schon immer, dass die perfekte Suchmaschine genau verstehen sollte, was man meint, und genau das anzeigen sollte, was man sehen will. Mittlerweile können wir manchmal bei der Beantwortung eurer nächsten Frage helfen, noch bevor ihr sie gestellt habt – weil die von uns angezeigten Fakten auf dem beruhen, was andere suchen. So beantworten die Informationen, die wir zu Tom Cruise anzeigen, 37 Prozent der nächsten Suchanfragen, die wir im Allgemeinen zu ihm erhalten. Tatsächlich kamen einige der tollsten Entdeckungen, die ich mit dem Knowledge Graph gemacht habe, durch die Funktion „Wird auch oft gesucht“ zustande. Eines meiner Lieblingsbücher ist "Der weiße Tiger", der Debütroman von Aravind Adiga, der mit dem berühmten Man Booker Prize ausgezeichnet wurde. Mit dem Knowledge Graph entdeckte ich drei andere Bücher, die den gleichen Preis gewonnen hatten, und eines, das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet war. Ich kann euch sagen, diese Anregung war ein Volltreffer!
Wir hoffen, dass ihr anhand der hinzugekommenen Informationen ein vollständigeres Bild des von euch Gesuchten bekommt, klügere Suchergebnisse erhaltet und auf neue Themen neugierig werdet. Wir freuen uns über unseren ersten winzig kleinen Schritt - den Knowledge Graph - mit dessen Hilfe wir die Suche intelligenter machen können und der uns dem „Star Trek-Computer“ näher bringt, von dem ich stets geträumt habe. Genießt eure lebenslange Entdeckungsreise, die durch die Google-Suche leichter wird.
Post von Amit Singhal, SVP, Engineering
Im Gegensatz zur Suche auf einem Desktop- oder Laptop-Computer ist es bei der Suche auf einem Mobilgerät mit Touchscreen häufig unbequem, wenn man etwas eintippen muss. Deshalb arbeiten wir daran, euch mehrere Möglichkeiten zu geben, mit Google zu interagieren. So könnt ihr Suchanfragen gesprochen eingeben, erhaltet Ergebnisse schon während ihr noch tippt oder könnt anhand von Bildern suchen. Und jetzt gibt es noch eine weitere Option, wie ihr mit Google suchen könnt: Handwrite für die Internetsuche auf Mobiltelefonen und Tablet-PCs.
Angenommen, ihr steht an einer belebten Straßenecke, seid in einem Taxi, unterhaltet euch gerade mit einem Freund oder sitzt mit eurem Tablet gemütlich auf dem Sofa. Handwrite ermöglicht euch die Suche, indem ihr mit eurem Finger Buchstaben irgendwo auf dem Display schreibt. Schluss mit der Tastatur, die die Hälfte des Displays einnimmt, und auch mit dem Suchen nach den richtigen Tasten.
Die ersten Schritte sind ganz leicht: Ihr geht mit eurem mobilen Browser einfach auf Google.com, tippt unten auf dem Bildschirm auf Einstellungen und aktiviert Handwrite.
Auf Tablet-PCs findet ihr die Sucheinstellungen als Option hinter dem Zahnradsymbol.
Sobald die Funktion aktiviert ist, klickt ihr einfach auf das Handwrite-Symbol in der rechten unteren Bildschirmecke, um die Schreiboberfläche zu aktivieren. Schreibt ein paar Buchstaben und seht, wie Autovervollständigen-Optionen unterhalb des Suchfeldes angezeigt werden. Falls der gewünschte Begriff dabei ist, tippt ihr ihn an, um nach ihm zu suchen. Für längere Abfragen schreibt ihr einfach weiter und verwendet die Pfeile neben den Suchvorschlägen, um den passenden von ihnen ins Suchfeld zu übernehmen. Da ihr überall schreiben könnt, müsst ihr nicht immer zwischen Tastatur und Suchfeld hin und her gucken.
Weitere Tipps und Tricks zur Verwendung von Handwrite findet ihr in einem Artikel in unserer Online-Hilfe. Um schneller auf Google.com zugreifen zu können, solltet ihr ein Lesezeichen für die Seite anlegen oder sie gleich zu eurer Startseite machen.
Handwrite ist als Ergänzung zum Tippen gedacht, nicht als Ersatz: Auch wenn dieses Feature aktiviert ist, könnt ihr jederzeit die Tastatur verwenden, indem ihr auf das Suchfeld tippt. Handwrite befindet sich noch in einem Experimentierstadium und funktioniert mit einigen Browsern besser als mit anderen. Auf Android-Geräten läuft es am besten mit Chrome. Bislang haben wir Handwrite in 27 Sprachen für Geräte mit iOS 5+, Handys mit Android 2.3+ und Tablet-PCs mit Android 4.0+ aktiviert.
Viel Spaß mit dieser neuen Art der Suche!
Und wenn ihr immer über neue Posts auf unserem Blog informiert sein möchtet, dann fügt oben unter Posts per E-Mail eure E-Mail-Adresse ein und lasst euch E-Mail-Updates über Google Feedburner schicken.
Post von Rui Ueyama, Software-Ingenieur
Die Google Suche hat mir schon sehr oft weitergeholfen. Zum Beispiel damals, als ich nicht wusste, was Hirsutismus bedeutet. Da habe ich einfach schnell bei google.de define: Hirsutismus eingegeben und schwupps hatte ich die (absonderliche) Antwort.
Sehr hilfreich ist auch der Suchoperator - (also das Minuszeichen), mit dem man bestimmte Ergebnisse ausschließen kann. Wenn ich zum Beispiel nach Käfer suchen würde, dann bekäme ich sehr viele Ergebnisse zum gleichnamigen Auto. Wenn ich aber nur an dem Tier Käfer interessiert bin, dann kann ich die Suchanfrage folgendermaßen eintippen: Käfer -Auto Dann erhalte ich zwar Ergebnisse zu allen möglichen Arten von Käfern, aber keine zu dem entsprechenden Auto.
Es gibt noch viele weitere sehr nützliche Suchoperatoren, wie z.B. das Zeichen *, mit dem man Leerstellen in einer Anfrage deutlich machen kann. Sehr hilfreich, wenn man einen Teil einer Aussage oder Frage nicht weiß, wie z.B. hier: Obama hat mit * über den Gesetzesvorschlag * abgestimmt.
Wenn ihr an weiteren Suchhilfen interessiert seid, dann schaut euch die Hilfe für Suchanfragen an.
Viel Spaß bei einer noch besseren Suche!
Wenden Sie sich bitte unter folgender E-Mail-Adresse an unser Presseteam: press-de-external@google.com In nicht dringenden Fällen können Sie sich telefonisch mit uns in Verbindung setzen und eine Nachricht hinterlassen: +49 (0)40 45 02 10 865 Bitte beachten Sie, dass wir nur Anfragen von Journalisten beantworten können. Informationen zur Beantwortung sonstiger Fragen erhalten Sie in unseren Kontaktoptionen.